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Halten eines Blindenhundes

Halten eines Blindenhundes - Die Ausbildung macht's

Jeden Menschen kann es treffen, eine Krankheit oder Unfall, plötzlich ist das Augenlicht verschwunden und die Welt ist dunkel. Nach der Phase des Schocks muss jeder Mensch lernen, mit seinem Schicksal umzugehen. Spezielle Rehazentren üben mit dem Patienten sich in seiner Umwelt zurechtzufinden, und andere Sinnesorgane zu schärfen. Ein weiterer langer Prozess ist das Erlernen der Blindenschrift. Nur mit 6 Punkten kann das gesamte Alphabet inklusive Zusatzzeichen dargestellt werden. 1825 erfand der Franzose Louis Braille die Schrift, dessen Namen sie trägt und bis heute verwendet wird.

Einige blinde Mitmenschen bekommen einen Blindenhund zur Seite. Nur besonders gut geeignete Hunde werden für diese Tätigkeit ausgewählt. Nach einem sehr langen Training werden die Hunde auf ihre zukünftige Aufgabe geschult. In verschieden Trainingseinheiten werden Situationen, welche im Alltag vorkommen sehr intensiv geübt und ständig wiederholt. Bei einer großen Abschlussprüfung muss der zukünftige Blindenhund alle geforderten Elemente bestehen, bevor er als Blindenhund zum Einsatz kommt. Später geht ja um das Leben eines Menschen und da dürfen keine Fehler passieren. Schon während der Ausbildung darf sich der Hund an den zukünftigen Besitzer gewöhnen. Auch der neue Besitzer des Blindenhundes muss geschult werden. Die gegebenen Befehle muss ja auch der Hund verstehen. Endgültig wird der Hund nach bestandener Prüfung an den neuen Hundehalter übergeben und es erfolgt zusätzlich eine weitere Nachbetreuung.

Besondere Rechte beim Halten eines Blindenhundes

Ein Blindenhund gilt als Diensthund und es entfallen die zu zahlenden Steuern genau wie bei Rettungshunden oder Schutzhunden. Ist ein Blindenhund im Geschirr unterwegs, sollten andere Bürger das Tier nicht streicheln, außer der Besitzer erlaubt es. Der Hund ist extrem angespannt, wenn er mit einer blinden Person unterwegs ist. Blindenhunde sind auch von Verboten ausgeschlossen, welche für andere Hunde gelten. So darf ein Blindenhund in öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Beißkorb mittgenommen werden. Auch das angebrachte Schild an der Eingangstür: "Hunde müssen draußen bleiben, " gilt bei Gaststätten oder Verkaufseinrichtungen nicht für die Blindenhunde. Diese wurden im Rahmen der Ausbildung auf entsprechendes Verhalten in diesen Einrichtungen geschult.
Einige Bürger leben in einem Haus, wo das Halten von Haustieren laut Mietvertrag untersagt ist. Sollte ein Mieter, wie auch immer im Laufe des Mietverhältnisses erblinden, kann das Halten eines Blindenhundes durch den Vermieter nicht verboten werden. Das Leben ohne Hund würde dem blinden Bürger in nicht vertretbaren Maß die Lebensqualität nehmen.

Das Halten eines Blindenhundes bei starker Krankheit


Bei Blindenhunden müssen die gesetzlichen Krankenkassen die medizinischen Kosten bei Krankheit oder Unfall übernehmen. Ein Blindenhund ist nicht ein einfacher Hund, er ist schon etwas mehr.